Jan Hendrik Blanke löst Detlef Ziegert ab

(Recklinghausen/Essen) Der erst 18-Jährige Jan-Hendrik Blanke aus Essen übernimmt die Nachfolge bei dem von Detlef Ziegert ins Leben gerufenen Schülerfilmfestival NRW. Damit wird die Verantwortung für das seit 1998 erfolgreich veranstaltete Film- und Medienevent ausdrücklich gewünscht an die junge Generation übergeben. Gleichzeitig soll die bisher zentral in Marl entwickelte Initiative zur praktischen Vermittlung von Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche NRW-weit und über die Landesgrenzen hinaus zum Modellprojekt ausgebaut werden.

Als neue Spielfläche zu dem von Detlef Ziegert, Ulrich Spies und Ute Mühlenberg im Jahre 1995 gegründeten Internationalen Kinder- und Jugendfilmfest Marl bot und bietet das Schülerfilmfestival NRW eine Plattform zur praktischen Erprobung:

Schülerinnen und Schüler nordrhein-westfälischer Schulen reichen ihre selbstgedrehten Filme ein,  die von einer mehrköpfigen Auswahlkommission gesichtet werden. Darin wirken neben Fachleuten auch Lehrer und Schüler mit. Am Ende der Sichtungsprozedur werden fünfzehn bis zwanzig Filme ins Rennen geschickt um den von einer unabhängigen Jury vergebenen Preis „Marl goes Babelsberg“.

Parallel zur Sichtung und Preisvergabe durch die Fachjury kommt es vor allen beteiligten Schulklassen, Pädagogen und Publikum zur öffentlichen Vorführung der nominierten Filme. Im Dialog mit den beiden Berliner Medienprofis Udo Alberts (Kamera) und Clemens Radke (Schnitt), erhalten Schülerinnen und Schüler Tipps, was sie bei ihren Filmen hätten besser machen können und welche Fehler vermeidbar gewesen wären.

Der undotierte Hauptpreis „Marl goes Babelsberg“ bietet einen differenzierten Blick hinter die Kulissen des Film- und Fernsehmachens: Die Filmuniversität Potsdam, der Rundfunk Berlin-Brandenburg, der Filmpark und Studio Babelsberg, die UFA-Fiktion Filmproduktion sowie die Deutsche Kinemathek als Museum für Film und Fernsehen vermitteln wertvolle Informationen und Vorstellungen welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um einen Medienberuf zu ergreifen.

In langjähriger Arbeit ist aus diesem Dialog zwischen Schülerinnen und Schülern, Pädagogen und Medienmachern das Filmprojekt „Klappe – Die Erste“ entstanden, das heute in Anwesenheit der Presse erstmals öffentlich vorgestellt wird. Neben einer Doppel-DVD gehört dazu die Website www.klappe-die-erste.net als Mittel zur vertiefenden Information sowie zur Kommunikation mit interessierten Usern aus Schulen, Hochschulen, Erwachsenenbildung und Multiplikatoren aus Kultur und Medien.

Der Nutzen von „Klappe – Die Erste“ ist evident: Doppel-DVD und Website bilden den Abschluss jahrelanger Arbeit zur praktischen Vermittlung von Medienkompetenz. Als dritte Kernkompetenz neben dem ABC und dem Einmaleins, um bereits frühzeitig in dem rasant ansteigenden Medienangebot in der Lage zu sein, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden. Sie sind gleichzeitig ein wertvolles Mittel zum Einstieg in die komplexe und immer undurchschaubarer werdende Welt der Medien- und Kommunikationsindustrie.

Informationen zum Bezug und Vertrieb dieser nützlichen Handreichung für Jugendliche, Eltern und Großeltern, für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie für alle, die beruflich „irgendwas mit Medien“ machen möchten, sind auf der Website www.klappe-die-erste.net erhältlich.